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Das Unmögliche!

Genau in dieser Zeit schaffte die Arbeitsgruppe Frauenforschung das Unmögliche, so dass die Veranstaltung u.a. vom Türkischen Generalkonsulat in Karlsruhe und vom türkisch-deutschen Verein zur Zusammenarbeit und Freundschaft in Karlsruhe e.V. finanziell unterstützt wurde. Ohne Zweifel ist diese Unterstützung eher auf den einzelnen Personen zurückzuführen, wie der Generalkonsul Murat Oguz und der Vorsitzender des türkischen Vereins Dr. Yavuz Dedegil.

Fragwürdig ist aber, wie diese Veranstaltung trotz der Bezeichnung "Türkiyeli" im Namen seines Veranstalters in die Schlagzeilen der Zeitung "Hürriyet" kommen konnte. Die rechtsorientierte-konservative türkische Zeitung berichtete inhaltlich zwar sehr bescheiden aber immerhin sehr positiv! Die Berichtserstattung in "taz" oder in "BNN" ist im Vergleich eher gewöhnlich!

Genauso unerklärbar erscheinen heute auch viele Telegramme, Faxe und Briefe von den türkischen Staatsorganen wie z.B. vom türkischen Staatspräsident Süleyman Demirel, und den Staatsministern, weil nicht nur das Wort "Türkiyeli" damals politisch inkorrekt war, sondern auch das Wort "Feminismus"!

Aus heutiger Sicht könnte es vielleicht so erklärt werden, dass die Begriffe und Ideologien in Abhängigkeit deren Einsatz anders wahrgenommen werden können.

Somit wurden wahrscheinlich auch bei unserer Veranstaltung die Wörter "Türkiyeli" und "Feminismus" als "ungefährlich" eingestuft!